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Die fünf abenteuerlichsten Arbeitswege der Welt

Die meisten Menschen pendeln zu ihrer Arbeitsstätte mit dem Auto, dem Rad oder der Bahn. Dass es im Vergleich zu diesen doch recht traditionellen Methoden aber auch anders geht, zeigt unsere Liste der fünf abenteuerlichsten Arbeitswege der Welt.

1.Die Seilrutsche in Los Pinos, Kolumbien
Einen spektakulären Arbeits- wie auch Schulweg haben die Bewohner des 65km südöstlich der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá gelegenen Dorfes Los Pinos (siehe Titelbild). Das Dorf befindet sich ungefähr 400m oberhalb des Rio Negro und einen zweistündigen Fußmarsch von der nächsten Schule und somit auch der Zivilisation entfernt. Die Kinder des Dorfes nutzen die Seilrutsche als Verbindung zu ihrer Schule und erreichen mit ihr eine Geschwindigkeit bis zu 65km/h. Anstatt eines langwierigen Fußmarsches erreichen sie damit das andere Ufer des Flusses in nur einer Minute. Wann die Seilrutsche gebaut wurde, ist nicht belegt, doch bereits 1804 beschrieb der deutsche Naturforscher Alexander von Humboldt dieses System. Ob die heutige Seilrutsche noch die Gleiche ist wie damals, lässt sich nicht nachweisen, doch nach wie vor ist sie die einzige Transportmöglichkeit für die Bewohner dieser Region.

2.Die Freiluftrolltreppe in Medellin, Kolumbien

Die Bewohner eines der ärmsten Viertel der nordkolumbianischen Metropole Medellin mussten bis zur Eröffnung der sechs Rolltreppen im Januar 2011 zahlreiche Treppenstufen zu ihrem Zuhause hochsteigen. Die Bewohner des Viertels namens „Comuna 13“ mussten dabei einen Weg zurücklegen, der den Aufstieg bis in den 28. Stock eines Hochhauses gleicht. Dank der Freiluftrolltreppe dauert die 384m lange Fahrt nur noch sechs anstatt 35 Minuten. Darüber hinaus ist die Nutzung des Rolltreppenprojektes – was umgerechnet um die fünf Millionen Euro kostete – kostenlos.

3.Die Größte Stadtseilbahn der Welt in La Paz, Bolivien

Das von dem österreichischen Unternehmen Doppelmayr für um die 181,2 Millionen Euro gebaute Seilbahnprojekt soll für die über 200.000 Pendler, die bisher jeden Tag die Strecke zwischen dem südlichen Zentrum der Hauptstadt La Paz und der Nachbarstadt El Alto im Verkehrschaos zurücklegen mussten, Abhilfe schaffen. Die 2014 eröffnete Seilbahn bietet sich für eine Stadt wie La Paz besonders an, da diese sich auf 3600 Höhenmetern befindet. Dank der insgesamt 10,4km langen Seilbahnstrecke können die Pendler dem Verkehrskollaps auf den Straßen entkommen. So kann der Weg von La Paz bis in das 400m höher gelegene El Alto mit dem Auto bis zu einer Stunde dauern. Mit der Seilbahn beträgt die Fahrtzeit nur noch knappe 10 Minuten.

4.Der Fahrradlift in Trondheim, Norwegen

Die um die 180.000 Einwohner zählende Stadt Trondheim, welche vor allem für ihr reichhaltiges Kulturangebot, wie auch ihre Universität und den Fußballverein Rosenborg Trondheim bekannt ist, ist seit 1993 um eine Attraktion reicher. Viele Bewohner Trondheims benutzen ihr Fahrrad für den täglichen Verkehr und so lag es nahe, dass das hügelige Trondheim mit dem weltweit ersten und einzigen Fahrradlift ausgestattet werden sollte. Der 125m lange Fahrradlift befindet sich am Steilhang Brubakken und hilft den Nutzern, eine durchschnittliche Steigung von stattlichen 18 Prozent zu überwinden. Allzu schnell geht dies allerdings nicht vonstatten da der Lift sich mit maximal 2m pro Sekunde bewegt.

5.Der River Bus in London, Großbritannien

In der 8.6 Millionenstadt London lebt es sich als Pendler nicht einfach. Die U-Bahnen sind ständig überfüllt und auch die Straßen sind meistens verstopft. Laut der für den Verkehr zuständigen Organisation: Transport for London benutzen bis zu 4.2 Millionen Personen täglich die U-Bahn. Eine Option, diesen Menschenmassen aus dem Weg zu gehen, ist die Benutzung des River Busses. Dieser verkehrt auf der Themse und steuert etliche Hauptknotenpunkte – wie bspw. die „City“, sprich das Finanzzentrum Londons – an.

 

Fazit:

Wer sich nun fragt, wieso er immer noch jeden Tag mit seinem Auto oder der Bahn zur Arbeit fährt, dem sei gesagt, dass es noch schlimmer kommen kann. So legt der polnische Arzt Dr. Piotr Robinski einen Arbeitsweg von über 13 Stunden zurück, um Patienten in Aberdeen in Schottland zu behandeln. Da es in Großbritannien in zahlreichen Praxen einen großen Personalmangel für Spätschichten und Wochenenden gibt, fliegen ab und an polnische Mediziner ein, damit sie an einem Wochenende im Vergleich zu ihrem Gehalt in Polen, welches um die 400 Euro in Monat beträgt, das bis zu Fünffache verdienen. Wenn Dr. Robinskis Arbeitstag in Schottland beginnt, hat er bereits für den Weg schon mehr als die Regelarbeitszeit von 8 Stunden zurückgelegt. Verglichen damit ist das Stehen im Stau oder eine längere Fahrt in einer vollen Bahn doch nicht mehr so dramatisch.

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